Ortsteil Hofweiler – klein, hochgelegen, lebendig
Lage – Natur mit Weitblick
Hoch über dem Kylltal, auf 340 Metern Höhe, liegt Hofweiler – der kleinste und zugleich höchstgelegene Ortsteil der Gemeinde Welschbillig. Mit rund 142 Einwohnern bewahrt sich das Dorf seinen persönlichen und lebendigen Charakter.
Umgeben von Wäldern und eingebettet in die reizvolle Landschaft der Südeifel eröffnet sich von hier aus ein weiter Blick über die Region. Zahlreiche Wanderwege verbinden Hofweiler mit den umliegenden Ortsteilen. Wer Ruhe, Natur und Weite sucht, wird sie hier finden.
Geschichte – über 1.100 Jahre gewachsen
Bereits im Jahr 902 wurde Hofweiler erstmals urkundlich erwähnt. Spuren römischer Besiedlung sowie Funde aus der Zeit des 7. und 8. Jahrhunderts zeugen von einer langen und bewegten Geschichte.
Seit dem 31. Dezember 1975 gehört Hofweiler zur Gemeinde Welschbillig. Die Geschichte des Ortes ist in einer eigenen Chronik (ISBN 978-300-029721-2) ausführlich dokumentiert.
Das ehemalige Schulgebäude im Ortskern ist heute ein wichtiger Treffpunkt und steht sinnbildlich für den starken Zusammenhalt im Dorf.
Dorfleben und Wirtschaft – ländlich geprägt, gemeinschaftlich getragen
Auch ohne landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieb ist die ländliche Prägung bis heute deutlich spürbar.
Mutterkuhhaltung auf den Weiden, eine Hühnerzucht, ein Legehennenbetrieb mit regionalem Eierverkauf, Alpaka-Erlebnisse und privat gehaltene Pferde prägen das Ortsbild. Die Obstwiesen werden weiterhin gepflegt, und in der örtlichen Brennerei wird ein Teil der Ernte verarbeitet. Ein Selbstbedienungshofladen und Wohnmobilstellplätze bieten einen Anlaufpunkt für Besucher und Wanderer,
Zwei Imker leisten mit ihren Bienenvölkern zusammen mit den vorhandenen Nebenerwerbslandwirtschaften und dem Jagdbetrieb einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft.
Zum wirtschaftlichen Angebot gehören ein Futterhandel, ein Reifenhandel, eine Beratungsstelle für soziale Arbeit, ein kleiner Dachdienstleister sowie Ferienwohnungen für Gäste. Seit 2014 ist außerdem ein Ki-Aikido-Verein im Ort ansässig, der das sportliche Angebot bereichert.
Ein besonderer Treffpunkt für Jung und Alt ist der Mehrgenerationenplatz, der 2023 eröffnet wurde. Er vereint Spielbereich, Begegnungsstätte und Veranstaltungsfläche und ist heute ein lebendiger Mittelpunkt für Freizeit, Austausch und Dorffeste.
Natur und Sehenswürdigkeiten – Geschichte zum Erleben
Die römisch-katholische Filialkirche St. Markus aus dem Jahr 1931 prägt das Ortsbild ebenso wie die liebevoll erhaltenen Bauernhäuser und umgebauten Scheunen.
Historische Hügelgräber, schöne Aussichtspunkte und die Altrichter Höhle laden zum Entdecken ein. Der rund sechs Kilometer lange Rundwanderweg „Eine Spur erholsamer“ verbindet Natur und Geschichte auf besondere Weise und macht die Umgebung von Hofweiler besonders erlebbar.
Vereine und Traditionen – Gemeinschaft, die verbindet
Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Hofweiler e. V. und der Heimat- und Kulturverein Hofweiler e. V. prägen das Dorfleben aktiv und stärken das Miteinander im Ort.
Markuskirmes, das Aufstellen des Maibaums, das Verbrennen des Winters nach der Fastnacht, Weihnachtsmärkte und die Nikolausfeier zeigen: In Hofweiler wird Gemeinschaft aktiv gelebt.
Ortsvorsteher Hofweiler

Leo Kreinz
Itteler Str. 7
54298 Welschbillig-Hofweiler
Email: kreinzleo@t-online.de
Tel: 06505 84 35
Mitglieder des Ortsbeirates
Heiko Seiwert (CDU, stellv. Ortsvorsteher)
Dr. Armin Wittmann (CDU)
Bertin Schneider (CDU)
Eduard Müller (FW)
Stefan Schiltz (FW)
Ortsteil Ittel
Aus der Geschichte von Ittel
300 Einwohner zählt der Ort Ittel, der umgeben von Wiesen und Feldern in einer Hanglage oberhalb der Kyll liegt. Zum sogenannten Bitburger Gutland gehörend, wird hier auf rd. 300 m Höhe seit jeher Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehhaltung betrieben. Dies prägt noch immer den Ort und die Landschaft. Heute sorgen mehrere Schreinereien auch für gewerbliche Arbeitsplätze im Ort.
Von der Hochfläche oberhalb von Ittel schweift der Blick weit über das Kylltal in Richtung Vulkaneifel und über das Moseltal in den vorderen Hochwald.
Archäologische Funde bezeugen, dass die Gemarkung Ittel bereits in vorrömischer, römischer und fränkischer Zeit besiedelt war und innerhalb des römischen Langmauerbezirks lag.
Im Jahr 1212 wurde die Kirche in Ittel, deren Patronatsrecht dem Stiftspropst in Pfalzel zustand, vom Trierer Erzbischof dem Stift Pfalzel inkorporiert, bis zum Ende des alten Reiches besaß das Stift Pfalzel in dem zum kurtrierischen Amt Welschbillig gehörenden Ort auch die Grundherrschaft.
Weithin sichtbar thront die Pfarrkirche St. Dionysius Ittel auf dem Hangrücken am nordöstlichen Dorfrand. Der älteste Teil ist der um 1200 errichtete Turm; das Kirchenschiff wurde 1810 in barocken Formen neu errichtet. Seit der Erweiterung um einen Querbau in den Jahren 1927/28 und der Aufstockung des Turms Ende der 1940er Jahre präsentiert sich die Kirche in ihrer jetzigen Größe.
In und um Ittel finden sich weitere reizvolle Einzeldenkmäler, wie z. B. eine Brunnenanlage, Gehöfte und Wegekreuze.
An der Kyll
Auf der rd. 800 ha großen Gemarkung, die sich in nordöstlicher Richtung entlang der Kyll bis Auwerbrück erstreckt, finden wir im dicht bewaldeten, idyllischen Kylltal auch die Mühlenweiler Kyll und Wellkyll. Das enge Tal der Kyll ist durch den Josef-Schramm-Hauptwanderweg des Eifelvereins erschlossen und hat eine Anbindung an das Radwegenetz. Im Weiler Kyll kann der gleichnamige Fluss über eine Wander- und Radwegbrücke überquert werden. Nach wenigen Kilometern wird der Eifelsteig erreicht. Wanderer können das Tal der Kyll mit den vielen alten Sandsteinbrüchen auch auf dem örtlichen Wanderweg erkunden.
Der etwas versteckte Weiler Kyll gehörte mit einer Mühle ursprünglich dem Trierer Simeonstift. Heute nutzt dort ein Kraftwerk die Wasserkraft zur Stromerzeugung. Vor einigen Jahren wurde im Fluss eine Fischtreppe angelegt, eine Marienkapelle wurde vor rd. 120 Jahren neu errichtet. Jenseits des Flusses verläuft die Bahnstrecke Trier- Köln mit dem Kyller Tunnel, durch den auch der Kylltalradweg führt.
Eine kurze Strecke flussaufwärts liegt der Weiler Wellkyll, der einst zu den Eifeler Besitzungen der Trierer Abtei St. Maximin gehörte. Die Hofanlage aus dem 18. Jahrhundert mit Kapelle und ehemaliger Mühle – jetzt ein Wasserkraftwerk – vermittelt bis heute die Organisation eines barocken Mühlengutes.
Der Besuch in Ittel ermöglicht einen Blick in die Geschichte und macht den Wandel der letzten Jahrzehnte nachvollziehbar. Heute ist der reizvolle Ort ein Dorf mit eigenem Charakter, in der sich der Einzelne in einer lebendigen Dorfgemeinschaft einbringen und wohlfühlen kann.
Traditionen in Ittel
Der Reigen der gemeinsamen Feste im Jahreslauf wird zum Ende des Winters mit der traditionellen Holzversteigerung am Dorfgemeinschaftshaus eröffnet. Es folgen u. a. die Feier in den Mai, veranstaltet von der Freiwilligen Feuerwehr, das Pfarrfest, das Sommerfest auf dem Kinderspielplatz, später im Jahr der St. Martins-Umzug und die Gospel-Messe des Kirchenchores sowie zum Jahresabschluss das jährliche Konzert des Akkordeonorchesters Idesheim-Ittel-Hofweiler in der Pfarrkirche.
Ortsvorsteher Ittel
Johannes Theisen (CDU)
54298 Welschbillig-Ittel
E-Mail: johannestheisen@web.de
Telefon: 06506-8483
Mitglieder des Ortsbeirates
Liane Koster (CDU)
Torsten Krebs (CDU)
Josefine Richter (FW)
Matthias Schmitt (FW)
Peter Schneider jun. (FW)
Ortsteil Möhn
Aus der Geschichte von Möhn
Als Medona wird die landschaftlich reizvoll auf einer Hangterrasse gelegene Gemeinde Möhn 786 erstmals erwähnt. Weitere Namen im Laufe der Jahre sind Miena, Myene und Abweichungen davon. Der unterschiedlich gedeutete Ortsname wird auf Wurzeln aus der Zeit der Treverer zurückgeführt.
Am zum Kimmlinger Bach abfallenden Hang im Süden der Gemarkung wurden steinzeitliche Artefakte gefunden. Hier wurde noch im 19. Jh. ein gallorömischer Tempelbezirk mit dazugehörendem Kulttheater untersucht, wobei der Gesamtumfang des Tempelbezirkes und der vermuteten Siedlung nicht bekannt sind. Die zahlreichen Kleinfunde lassen eine Entstehung vielleicht noch in vorrömischer Zeit vermuten.
Möhn wird zu dem Besitzkomplex um Welschbillig gezählt, der nach einer verfälschten Urkunde von König Dagobert († 639) dem Trierer Stift St. Paulin geschenkt wurde. Nach der Trierer Tradition erscheint Möhn Ende des 11. Jh. in der Liste der von Dagobert geschenkten Orte. In der verfälschten Urkunde des Erzbischofs Egbert von 981 wird Möhn aus noch ungeklärten Gründen nicht aufgeführt. Dennoch dürfte Möhn zu den Orten gehört haben, die dem Stift St. Paulin unter Hinweis auf die königliche Schenkung durch das Bistum entzogen wurde. Das demnach im 10. Jh. dem Stift St. Paulin entzogene Möhn verblieb bis zum Ende des Alten Reiches im kurfürstlichen Besitz. Das Dorf gehörte zum kurtrierischen Amt Welschbillig.
Die bis 1975 selbständige Gemeinde liegt mit ihrer ehemals 768 ha großen Gemarkung am Rande des zentralen Gutlandes, der geografischen Untergliederung des Bitburger Gutlandes. Im Jahre 1975 schlossen sich Welschbillig und die Dörfer Hofweiler, Ittel und Möhn zur Großgemeinde Welschbillig zusammen.
Die landwirtschaftlich geprägte Gemeinde liegt auf einer Hangterrasse an der Südseite der vom Mordbach gebildeten Tallage. Der von zahlreichen Quellen gespeiste Bach fließt nach Nordosten dem Welschbilliger Bach zu.
Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten
Wahrzeichen des Dorfes und als solches von den Bürgern hochverehrt ist die das Ortsbild dominierende Kirche St. Luzia. Ihr viergeschossiger Turm stammt aus dem zwölften Jahrhundert. Im Inneren ist der Siebenschläfer-Altar mit Relief zu bewundern.
Ortsvorsteher Möhn

Thomas Neises (FW)
54298 Welschbillig-Möhn
Email: neisestom@t-online.de
Telefon: 0175 – 6046985
Ortsbeiratsmitglieder
Thomas Neises (FW)
Kerstin Marbach-Olk (FW)
Heidi Laudor (stellv. Ortsvorsteherin)
Anja Steffes (CDU)
Dirk Zonker (CDU)
Ortsteil Träg
Träg – Von der Siedlung zum Dorf
Die Anfänge von Träg als Streusiedlung im Randbereich von Welschbilliger zur Möhner Gemarkung am „Möhnerberg“ liegen gut 200 Jahre zurück. In der französischen Katasteraufnahme von 1810 ist ein einzelnes Haus am Träger Berg oberhalb der Burgsmühle erkennbar. Es handelt sich wahrscheinlich um eines der „Simonshäuser“, die in späteren amtlichen Veröffentlichungen mehrfach auftreten. Als weiteres Anwesen kam 1847 das „Dienhardshaus“ weiter oberhalb am Welschbilliger Weg hinzu. Im Jahr 1861 zählte Träg erst einige wenige verstreute Häuser mit insgesamt 34 Einwohnern. Auch danach wuchs die Siedlung nur langsam und war noch in den 1920er Jahren nur über Feldwege erschlossen.
Der Ortsname Träg leitet sich ab von „Triesch“ oder „Driesch“ für Wild- oder Ödland. Einzelne Siedlungsfunde aus der Römerzeit sind bisher nicht näher bestimmbar. Die Häuser der Siedlung waren entlang der sogenannten „Draft“ zwischen Welschbillig und Möhn aufgeteilt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt Träg 1952 einen Stromanschluss und in den 1960er Jahren eine Wasserleitung sowie eine geteerte Straßenverbindung.
Im Dezember 1998 fasste der Gemeinderat von Welschbillig den Beschluss, ab der Kommunalwahl vom 13. Juni 1999 einen eigenen Ortsbezirk Träg innerhalb der Mehrortsgemeinde Welschbillig zu bilden. Seit Mitte 1999 verfügt Träg somit über einen eigenen Ortsbeirat und einen Ortsvorsteher. Zum ersten Ortsvorsteher wurde Goswin Olk.
Von 2005 bis 2012 wurde Träg durch einen umfassenden Kanal- und Straßenneubau völlig umgekrempelt. Aus der vernachlässigten Siedlung entwickelte sich ein schmuckes kleines Dorf, in dem es ein gutes Gemeinschaftsbewusstsein gibt, was sich regelmäßig in den Aktivitäten des Heimatvereins und in dem alle zwei Jahre ausgerichteten Träger Heimatfest niederschlägt. Sogar eine kleine Chronik des Dorfes wurde 2012 herausgebracht. Die Einwohnerzahl liegt derzeit bei rund 140. Eine Grillhütte oberhalb des Ortes steht für Freizeitaktivitäten zur Verfügung.
Ortsvorsteher Träg

Jürgen Müller (CDU)
Telefon: 06506 714
E-Mail: muellerjk@web.de
Mitglieder des Ortsbeirates
Hansen, Michael (CDU)
Andreas Hill (CDU)
Dirk Serwe (CDU)
Johannes Lieser (CDU)
Adele Engel (CDU)



