Der Ortsteil Ittel

Aus der Geschichte von Ittel

300 Einwohner zählt der Ort Ittel, der umgeben von Wiesen und Feldern in einer Hanglage oberhalb der Kyll liegt. Zum sogenannten Bitburger Gutland gehörend, wird hier auf rd. 300 m Höhe seit jeher Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehhaltung betrieben. Dies prägt noch immer den Ort und die Landschaft. Heute sorgen mehrere Schreinereien auch für gewerbliche Arbeitsplätze im Ort.   

Von der Hochfläche oberhalb von Ittel schweift der Blick weit über das Kylltal in Richtung Vulkaneifel und über das Moseltal in den vorderen Hochwald. 

Archäologische Funde bezeugen, dass die Gemarkung Ittel bereits in vorrömischer, römischer und fränkischer Zeit besiedelt war und innerhalb des römischen Langmauerbezirks lag.
Im Jahr 1212 wurde die Kirche in Ittel, deren Patronatsrecht dem Stiftspropst in Pfalzel zustand, vom Trierer Erzbischof dem Stift Pfalzel inkorporiert, Bis zum Ende des alten Reiches besaß das Stift Pfalzel in dem zum kurtrierischen Amt Welschbillig gehörenden Ort auch die Grundherrschaft.

Weithin sichtbar thront die Pfarrkirche St. Dionysius Ittel auf dem Hangrücken am nordöstlichen Dorfrand. Ältester Teil ist der um 1200 errichtete Turm; das Kirchenschiff wurde 1810 in barocken Formen neu errichtet. Seit der Erweiterung um einen Querbau in den Jahren 1927/28 und der Aufstockung des Turms Ende der 1940er Jahre präsentiert sich die Kirche in ihrer jetzigen Größe.

In und um Ittel finden sich weitere reizvolle Einzeldenkmäler, wie z. B. eine Brunnenanlage, Gehöfte und  Wegekreuze.

An der Kyll

Auf der rd. 800 ha großen Gemarkung, die sich in nordöstlicher Richtung entlang der Kyll bis Auwerbrück erstreckt, finden wir im dicht bewaldeten, idyllischen Kylltal auch die Mühlenweiler Kyll und Wellkyll. Das enge Tal der Kyll ist durch den Josef-Schramm-Hauptwanderweg des Eifelvereins erschlossen und hat eine Anbindung an das Radwegenetz. Im Weiler Kyll kann der gleichnamige Fluss über eine Wander- und Radwegebrücke überquert werden. Nach wenigen Kilometern wird der Eifelsteig erreicht. Wanderer können das Tal der Kyll mit den vielen alten Sandsteinbrüchen auch auf dem örtlichen Wanderweg erkunden.

Der etwas versteckte Weiler Kyll gehörte mit einer Mühle ursprünglich dem Trierer Simeonstift. Heute nutzt dort ein Kraftwerk die Wasserkraft zur Stromerzeugung. Vor einigen Jahren wurde im Fluss eine Fischtreppe angelegt, Eine Marienkapelle wurde vor rd. 120 Jahren neu errichtet. Jenseits des Flusses verläuft die Bahnstrecke Trier- Köln mit dem Kyller Tunnel, durch den auch der Kylltalradweg führt.

Eine kurze Strecke flussaufwärts liegt der Weiler Wellkyll, der einst zu den Eifeler Besitzungen der Trierer Abtei St. Maximin gehörte. Die Hofanlage aus dem 18. Jahrhundert mit Kapelle und ehemaliger Mühle – jetzt ein Wasserkraftwerk – vermittelt bis heute die Organisation eines barocken Mühlengutes.

Der Besuch in Ittel ermöglicht einen Blick in die Geschichte und macht den Wandel der letzten Jahrzehnte nachvollziehbar. Heute ist der reizvolle Ort ein Dorf mit eigenem Charakter, in der sich der Einzelne in einer lebendige Dorfgemeinschaft einbringen und wohlfühlen kann.

Traditionen in Ittel

Der Reigen der gemeinsamen Feste im Jahreslauf wird zum Ende des Winters eröffnet mit der traditionellen Holzversteigerung am Dorfgemeinschaftshaus. Es folgen u. a. die Feier in den Mai, veranstaltet von der Freiwilligen Feuerwehr, das Pfarrfest, das Sommerfest auf dem Kinderspielplatz, später im Jahr der St. Martins-Umzug und die Gospel-Messe des Kirchenchores sowie zum Jahresabschluss das jährliche Konzert des Akkordeonorchesters Idesheim-Ittel-Hofweiler in der Pfarrkirche.      

Ortsvorsteher in Ittel

Hubert Schmitt (FW)
Neustraße 10
54298 Welschbillig-Ittel

E-Mail: ittel@welschbillig.de
Telefon: 06506-91010

Mitglieder des Ortsbeirates

Peter Dietz (CDU)
Liane Koster (CDU)
Stefanie Strellen (FW)
Johannes Schmitt (FW, stellv. Ortsvorsteher)
Otmar Lichter (FW)